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BASAL - Verbreitung und Eigenschaften flach lagernder Salzschichten in Deutschland

Land / Region: Unabhängig

Projektanfang: 01.11.2013

Projektende: 30.09.2019

Projektstand: 27.10.2016

Schematische on-shore-Verbreitung der altersverschiedenen Halit-führenden Schichtenfolgen in DeutschlandSchematische on-shore-Verbreitung der altersverschiedenen Halit-führenden Schichtenfolgen in Deutschland Quelle: BGR

Vor dem Hintergrund des Neustarts der deutschlandweiten Standortsuche für ein Endlager für wärmeentwickelnde, hoch radioaktive Abfälle aktualisiert und vervollständigt die BGR im Auftrag des BMWi im Projekt BASAL („Verbreitung und Eigenschaften flach lagernder Salzschichten in Deutschland“) die Informationen zu flach lagernden Salinar-Formationen in Deutschland. Diese Untersuchungen ergänzen die in den bisherigen BGR-Salzgesteinsstudien von 1977, 1982, 1983, 1991 und 1995 enthaltenen Daten.

Im Rahmen der bis Ende 2019 geplanten Forschungsarbeiten erfolgt eine Synthese und gezielte Ergänzung des aktuellen Kenntnisstandes über die Verbreitung, Tiefenlage, Mächtigkeiten, geologischen Lagerungsverhältnisse sowie die Zusammensetzung und Endlager-relevanten Eigenschaften der flach lagernden Salinarformationen. Im Dezember 2014 wurde ein erster Zwischenbericht vorgelegt, der bundesweit den aktuellen Kenntnisstand über die Verbreitung, Ausprägung und Lagerungsverhältnisse der flach lagernden salinaren Schichtenfolgen in Deutschland zusammenfasst. Die Studie beinhaltet neu erarbeitete Darstellungen der Verbreitung und charakteristischer Bohrungsaufschlüsse für die Salinar-Formationen des Rotliegend, Zechstein, Röt, Muschelkalk, Keuper, Malm und Tertiär sowie neu zusammengestellte Angaben zum Aufbau der salinaren Schichten, zu den Mächtigkeiten und zur Tiefenlage der Steinsalzfolgen.

Gegenüberstellung von durch den Salzaufstieg veränderten (links, Staßfurt-Hauptsalz, Salzstock Gorleben) und weitgehend flach lagernden Steinsalzschichten (rechts, Steinsalze der Staßfurt-Formation, Teutschenthal)Gegenüberstellung von durch den Salzaufstieg veränderten (links, Staßfurt-Hauptsalz, Salzstock Gorleben) und weitgehend flach lagernden Steinsalzschichten (rechts, Steinsalze der Staßfurt-Formation, Teutschenthal). Durchlichtphotos polierter Kernanschliffe. Höhe der Kerne ca. 1 m Quelle: BGR

Im weiteren Projektverlauf werden diese übersichtsmäßigen Datenerfassungen für einzelne untersuchungswürdige regionalgeologische Einheiten präzisiert (z. B. durch Mächtigkeitskarten und Tiefenlinienpläne) und mit Untersuchungen zu speziellen, für die Endlagerung von wärmegenerierenden, hoch radioaktiven Abfällen besonders wichtigen Fragestellungen ergänzt. Dazu zählen Analysen des Einflusses von Störungszonen sowie Untersuchungen der Auswirkungen von Wärmeeintrag, erhöhten Fluid-Gehalten und variierenden, anisotropen geomechanischen Eigenschaften auf die Barriereeigenschaften der flach lagernden Salzgesteine. Außerdem werden für generische Standorte numerische Modellberechnungen zu den thermomechanischen und hydraulischen Auswirkungen der Endlagerung wärmeentwickelnder, hoch radioaktiver Abfälle auf die Integrität flach lagernder Salinarschichten durchgeführt. Des Weiteren erfolgen Modellberechnungen zur Simulation der Auswirkungen einer zukünftigen Kaltzeit auf die Barrierenintegrität.

Mit den im Projekt BASAL generierten Daten liefert die BGR grundlegende Beiträge für die im Standortauswahlgesetz (StandAG 2013) geforderte vergleichende Neubewertung aller in Deutschland vorkommenden potenziellen Endlagerwirtsgesteine.

Kontakt 1:

    
Dr. habil. Jörg Hammer
Tel.: +49-(0)511-643-2449
Fax: +49-(0)511-643-3694

Kontakt 2:

    
Dr.-Ing. Sandra Fahland
Tel.: +49 (0)511-643-2584
Fax: +49 (0)511-643-3694

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